Info's und Aktivitäten der Arbeitsgruppe Amphibien

Gewässerufer auf Aktivitäten von Waschbären kontrollieren


Seit etwa 2-3 Jahren notieren Amphibienbetreuer in Bielefeld wie im weiten Umfeld, öfter und mehr als in Vorjahren, an den flachen Ufern der Laichgewässer Häute und Überreste von Amphibien.

 

Belegt durch Fotos von Wildkameras ist, dass dafür Waschbären verantwortlich sind. An diesem Tümpel notierten wir am 5. April 2017 am gesamten flachen Ufer Überreste von Amphibien.

 

Häute, Gedärm sowie unbefruchtete Laichschnüre von Erdkröten befanden sich zuhauf am flachen Uferbereich.

Weitere Häute sowie der Kopf und Arm eines Erdkrötenweibchens

 

Offenbar haben sich die Waschbären hier so satt gefressen, dass sogar das Bein eines Grasfrosches liegen blieb.

 

Hier wurden die Igel im Herbst gefüttert. Dem Waschbär schmeckt das auch.

 

Futterhäuser wurden allabendlich von Waschbären geleert. Von diesem großen Einkochkessel wurde der Deckel von Waschbären (Pfotenspuren) abgenommen und alle Haselnüsse darin gleich im Topf geknackt gefressen.

 

Gewässer an den Heeper Fichten

 

Bereits am 20. April 2017 ist etwa die Hälfte des Gewässers mit dicken Teppichen von Wattealgen bedeckt, trotz des sehr kalten Aprils mit nächtlichen Temperaturen nahe 0°C .

 

Gekochte Kartoffeln und Reis nebst Hühnchen finden sich hier neben Stellen mit aufgeweichtem gammeligen Brotresten am Gewässerufer.

 

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17. März 2017

Achtung heftige Amphibienwanderung ab Freitag

 

Die Amphibien wandern zurzeit vermehrt an den wärmeren Abenden zu ihren Laichgewässern. Mit dem angekündigtem Regen wird ab Freitag  die Anzahl der wandernden Amphibien weiter ansteigen.

 

Auf dem Weg zum Gewässer sitzen nun zunehmend Erdkrötenmännchen, die auf vorbei kommende Weibchen warten. Die Erdkrötenmännchen flanieren, die Fluchtbereitschaft ist herab gesetzt, das heißt, sie bleiben sitzen. 

 

 

An Spazierwegen wie Zufahrten und in Teichnähe wäre es von Nutzen ab der Dämmerung mit einer Taschenlampe den Weg abzuleuchten, bevor man auf die so genannten Flanierer und andere wandernde Amphibien tritt. 

 

DANKE  


05. Januar2017

Wir schützen Frosch & Co!

Der Winter fängt zwar soeben an, aber das Frühjahr naht!

Ab Mitte Februar kann die Amphibienwanderung zu den Laichgewässern beginnen. Außer der Temperatur ist auch die Tageslichtlänge entscheidend. Beim Start der Saison 2017 wollen wir Amphibienbetreuer in Bereitschaft stehen.

 

Im gemütlichen Kreis wird informiert (Vortrag) und geplaudert.

Auch wenn Sie vielleicht nur 30 Minuten pro Woche (am Morgen oder Abend) Zeit haben, entlastet dies schon die übrigen Amphibienbetreuer im Team oder macht sogar die tägliche Betreuung an einer Stelle erst möglich.

Das Ziel ist: an jeder Wanderstelle möglichst für jeden Wochentag einen Amphibienbetreuer (also sieben) in den Sammelplan eintragen zu können.

 

Wann beginnt die Saison? das ist jedes Jahr eine Überraschung. Frühestens geht es Ende Februar los, manchmal bis Mitte Mai.

Sie bekommen eine Einweisung vor Ort am Schutzzaun, also die Praxis. Probieren Sie es aus! Außer der Freude im Umgang mit Amphibien sowie den erreichten Artenschutz werden sie viel Neues erfahren.

Die ehrenamtlichen BetreuerInnen sind für die Zeit ihrer Tätigkeit über die Stadt Bielefeld unfallversichert.

Auf der Seite des Umweltamts unter

www.bielefeld01.de/geodaten/welcome_amphibien.php

können die einzelnen Sammelstellen auf einer Karte nebst den Infos zur jeweiligen Zaunlänge, Ansprechpartnern usw.

Alle Interessierten können sich auch melden bei B. Bender 0521/335329

 

Es werden immer ehrenamtliche Betreuer gesucht, die ein oder auch mehrmals die Woche vor allem morgens ein Stündchen Zeit haben, die Zäune zu betreuen.

 

Besonders werden neue Amphibienbetreuer gesucht für:

Eickumerstr. in Jöllenbeck

Lämershagener Str. (Höhe Parkplatz Eisgrund)

Osningstr. Höhe Haarnadelkurve

Osningstr. Rütli -Zaun (Nähe Sieker)

Selhausenstr. Selhausenhof (Hillegossen)

Heeper Fichten

Beckendorfstraße in Jöllenbeck

Bechterdisser Str. in Oldentrup

  

D A N K E

 

Mit freundlichem Gruß

Brigitte Bender


16. November 2016

Amphibien in Jöllenbeck wandern immer noch

Bis Mitte November hatten wir noch nie die Schutzzäune stehen!

2016 ist für Amphibienbetreuer aufgrund der Wetterextreme immer noch sehr anstrengend.

Lange Trockenphasen mögen Amphibien nicht, stärkeren Wind auch nicht, denn der trocknet sie auf ihren Wanderungen aus. War es dann mal nass genug, so war es meist auch zu kalt.

Das Wetter war 2016 insgesamt nicht so wie Amphibien es sich wünschten und so zog sich die Frühjahrswanderung bereits sehr lange hin. Aber das Mitte November noch die Herbst-Schutzzäune stehen, da immer noch viele Frösche unterwegs sind, das ist ungewöhnlich!

 

Am 08.11.2016 bei Schnee und – 1°C hatte wohl keiner mit Amphibien am Schutzzaun gerechnet. Aber, Irrtum: 26 Frösche sammelten die sehr engagierten Amphibienbetreuer noch ein, um sie sicher über die Straße zu bringen.

 

Mit freundlichem Gruß

Brigitte Bender

 

AG  Amphibien  &  Reptilien

des Naturwissenschaftlichen Vereins für Bielefeld und Umgegend e. V. 


19. August 2015

Unerwartet viele Amphibien zum ersten Mal am Schutzzaun von Juli bis Mitte August erfasst.

 

Der Amphibien-Schutzzaun an der Bechterdisserstraße in Oldentrup

blieb nach der Frühjahrwanderung stehen. 

Erstmalig wurde hier zwischen dem 1. Juli und dem 14. August der Schutzzaun betreut, die Sommerwanderung.

 

Das erstaunliche Ergebnis in dieser Zeit: 

871 Amphibien wurden in 1,5 Monaten notiert, eine Amphibien-Anzahl, die in Vorjahren kaum bemerkt die Straße wechselte, bzw. auch überfahren wurde?

Die Sommerwanderung der Amphibien endete am 14. August.

 

Ab 15. August begann offiziell die Herbstwanderung der Amphibien.

Das erste Wochenende 15./16. August mit Dauerregen war eine nasse Herausforderung für die zwei Amphibienbetreuer an der Bechterdisserstraße, die 213 Amphibien über die Straße setzen.

 

Am Dienstagabend saß eine diesjährige Erdkröte in der Einfahrt von Porsche an der Bechterdisserstraße, weitere kleine Erdkröten wanderten im Kreisel auf der Höhe von  Haak & Christ

 

mit freundlichen Grüßen
Brigitte Bender

0521 335329

 

weitere neue Ehrenamtliche zur Betreuung der Herbst-Schutzzäune an der Eickumerstr. werden noch immer gesucht

Kleine Erdkröte (Ekmeta) auf Finger
Kleine Erdkröte (Ekmeta) auf Finger

18. August 2015

Pressemitteilung der AG Amphibien & Reptilien des Naturwiss. Vereins für Bielefeld und Umgegend e. V.

 

Herbstwanderung Eickumerstraße in Jöllenbeck (Bereich Rachheide/Belzweg)

(ca. 1100 Meter Schutzzaun)

 

Dringend gesucht werden für die Schutzzäune an der Eickumerstraße noch mind. zwei  Ehrenamtliche, die 1x oder auch 2 x pro Woche morgens ein Stündchen Zeit haben und damit das Team ergänzen.

Die Herbstwanderung verläuft meist von Mitte August bis Mitte/Ende Oktober. (eilt also)  

Wenn diesen Herbst nicht genug Betreuer zur Verfügung stehen, ist der Schutz der wandernden Amphibien an der Eickumerstraße leider nicht durchführbar.

 

Einen sommerlichen Gruß

 

Brigitte Bender

0521 335329


28. August 2014

Schnecken gibt es viele diesen Sommer, aber es gibt auch hübsche Tigerschnegel

 

 

Am Amphibienschutzzaun haben wir sehr klare große Eier im Moos gefunden, wie von Schnecken, aber deren Eier sind ja milchig

Tigerschnegel gibt es hier auch - und ja, es sind die glasklaren Eier von hübschen Tigerschnegeln!

 

 

Die erste Eiablage erfolgt im Juli/August, die zweite im Juni/Juli des darauffolgenden Jahres. Pro Legeperiode werden zwei bis vier Gelege produziert. Diese enthalten etwa 100 bis 300 Eier je nach Größe und Ernährungszustand der Tiere.

Die Eier sind kugelig bis leicht länglich; sie messen 4 bis 5 mm im Durchmesser. Die Entwicklung dauert je nach Temperatur zwischen 19 und 25 Tagen, in Extremfällen auch 45 Tage. Allerdings werden viele Eier durch Parasitenbefall (Nematoden, Milben und Fliegen) vernichtet. Der Tigerschnegel kann zweieinhalb bis drei Jahre alt werden.

 

Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ingolstadt ...www.aelf-in.bayern.de/natur_umwelt/24467/index.php

 

Die Egel- oder Tigerschnecke (Limax maximus) wurde aus südlichen Breiten nach Mitteleuropa eingeschleppt und langsam nimmt ihr Vorkommen zu. Wer sie zum erstenmal zu Gesicht bekommt, ist höchst erstaunt über die eindrucksvolle Zeichnung. Die Tigerschnecke ist sehr feuchtigkeitsbedürftig und ist deshalb eher an schattigen, kühlen Orten zu finden. Gerne versteckt sie sich in Höhlen und Schächten sowie feuchten Kellern. Mit bis zu 20 cm Länge ist sie die größte hier vorkommende Schneckenart.

 

 

Da das Ansehen der Nacktschnecken nicht gerade hoch ist, fällt sie zuweilen den Nachstellungen der Gartenbesitzer anheim. Das ist schade und völlig ungerechtfertigt. Denn im Gegensatz zu anderen Nacktschnecken frisst sie ausschließlich totes Pflanzengewebe, weidet Algenbeläge auf Steinen und Hölzern ab und frisst nicht zuletzt andere Nacktschnecken.

Sie ist deshalb eher unter der Rubrik Nützling einzuordnen. Tigerschnecken im Garten sollten als Bereicherung angesehen werden.