Sonderausstellung im namu: Facettenreiche insekten

03. SEptember 2023 - 25. februar 2024

Am Sonntag, den 03. September startete die neue Sonderausstellung "Facettenreiche Insekten" im Naturkundemuseum in Bielefeld.

Die Ausstellung kann dienstags bis sonntags von 10-17 Uhr besucht werden. Ein Besuch lohnt sich!

 


Vorträge zur Sonderausstellung

Thematisch passend zur Sonderausstellung “Facettenreiche Insekten” bietet das namu vier Vorträge im Rahmen des Projektes „Förderung von blütenbesuchenden Insekten in der Stadt Bielefeld durch den Aufbau eines Bielefelder Netzes (BieNe)“ an. 

 

Der erste Vortrag fand am 22. September 2023 statt.

Referent: Patrick Urban (AG Westfälische Entomologen e.V.) Thema: Faszination Käfer - Über ihre Vielfalt und Bedeutsamkeit

 

Der zweite Vortrag lief am 09. November 2023 zum Thema "Bernstein-Insekten: Zeitkapsel der Evolution" von Dr. Volker Lohrmann (Kurator für Entomologie, Überseemuseum Bremen).

 

Karolina Rupik (AG Westfälischer Entomologen e.V.) stellte am 12. Januar 2024 das Thema

"Das 1x1 der Insekten - Bedeutung und Chancen von Insekten in der Bildungsarbeit" vor.

 

 

Der nächste Termin

 

Freitag, 09. Februar 2024

19:00-20:30 Uhr

Vortragsraum des Kunstforums Hermann Stenner, Obernstraße 48

Thema: Insektenforschung im 21. Jahrhundert - Potenziale und Grenzen

Referent: Prof. Dr. Christoph Bleidorn (Georg-August-Universität Göttingen)

 

Die Biodiversität der Erde befindet sich in einer Krise, und es zeigt sich, dass die natürlichen Ökosysteme überlastet und ein großer Teil der bekannten Tier- und Pflanzenarten vom weltweiten Aussterben bedroht sind. Besonders durch die Langzeitstudie des Entomologischen Vereins Krefelds ist der Verlust an Insektenbiomasse in den Fokus geraten und der „Insect Armageddon“ macht seitdem weltweit Schlagzeilen. Aber wie viele Arten von Insekten gibt es eigentlich und wie kann man deren Verbreitung (und ihren Rückgang) überhaupt beobachten? Für die Zukunft sind breit angelegte Studien zum Monitoring der Artenvielfalt ein wichtiges Mittel um den Verlauf der Biodiversitätskrise zu analysieren – und vor allem um den Effekt von Maßnahmen zu kontrollieren. Hierbei spielen vor allem molekularbiologische Methoden zur Erkennung von Arten eine wichtige Rolle. Im Rahmen dieses Vortrags wird Prof. Bleidorn die wichtigsten Konzepte und Entwicklungen auf diesen Gebiet vorstellen.

 

Foto: Christoph Bleidorn


Insektenprojekt gestartet


Übergabe des Förderbescheides

Übergabe des Förderbescheides durch die Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Bettina Hoffmann (BMUV) an Peter Rüther (Biologische Station) und Claudia Quirini-Jürgens (Naturwissenschaftlicher Verein) (von links).



Neues Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt fördert die Insektenvielfalt im urbanen Raum

 

Ziel eines neuen Projekts der Biologischen Station Kreis Paderborn - Senne e.V und des Naturwissenschaftlichen Vereins für Bielefeld und Umgegend e.V. ist es, mit breiter Beteiligung der Menschen vor Ort insektenfreundliche Lebensräume in Bielefeld zu schaffen.

 

Das Projekt „BieNe“ soll die Menschen in Bielefeld nicht nur informieren, sondern vor allem zum eigenen Handeln anleiten. Beratungsangebote, Schaugärten und Citizen Science-Aktionen sollen das Thema insektenfreundliche Stadtnatur in den Fokus rücken. Das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz fördern das Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt mit rund einer Million Euro. Die Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Bettina Hoffmann überreichte dem Projektteam am 1. Juni 2023 vor Ort den Förderbescheid.

Parlamentarische Staatsekretärin Dr. Bettina Hoffmann: „Insekten sind für unsere Ökosysteme und uns Menschen unverzichtbar – auch im urbanen Raum. Dort, wo in unseren Städten insektenfreundliche Lebensräume entstehen oder geschützt werden, profitieren auch wir Menschen: Struktur- und artenreiche Stadtnatur steigert unser Wohlbefinden und macht den urbanen Raum resilienter gegen die Folgen der Klimaerwärmung.“ 

BfN-Präsidentin Sabine Riewenherm: „Damit Naturschutz wirken kann, braucht es viele engagierte Unterstützerinnen und Unterstützer. Genau da setzt das Projekt „BieNe“ an: Es plant viele ganz unterschiedliche Aktionen, die Bürgerinnen und Bürger zu informieren, sie einzubinden und sie zu eigenem Handeln für mehr Insektenvielfalt in Bielefeld anzuleiten. Damit kann das Bielefelder Projekt Modell und Vorbild für viele andere Städte und Gemeinden in Deutschland werden!“

 

Im Projekt „BieNe - Förderung von blütenbesuchenden Insekten in der Stadt Bielefeld durch den Aufbau eines Bielefelder Netzes“ soll innerhalb von fünf Jahren die Insektenpopulation in der Stadt gestärkt werden. Durch die Summe vieler Einzelmaßnahmen soll ein Netz wertvoller Lebensräume für blütenbesuchende Insekten entstehen mit einem ausreichenden Angebot von Nahrung und Lebensräumen.

 

Hintergrund: 

Der weltweit anhaltende Insektenrückgang hat einen negativen Einfluss auf das, was diese Tiergruppe für uns leistet: Als Bestäuber sichern Insekten die Nahrungsverfügbarkeit der Menschen, sie säubern Gewässer und verbessern die Bodenfruchtbarkeit. In der Nahrungskette sind viele Tiere für ihr Überleben auf Insekten angewiesen. 

Für den Schutz und die Förderung von Insekten setzt das Projekt „BieNe“ vor allem auf eine zielgruppengerechte Sensibilisierung möglichst vieler gesellschaftlicher Gruppen in der Stadt Bielefeld. Eine Informationskampagne und ein umfassendes Beratungsangebot richten sich insbesondere an interessierte Bürger/innen, private Garten- und Grundstücksbesitzer/innen, Unternehmen sowie die öffentliche Verwaltung.

 

Ziel ist es nicht nur, den Kenntnisstand der Zielgruppen zu verbessern, sondern vor allem, sie dazu anzuregen, selbst insektenfördernde Maßnahmen zum Beispiel im eigenen Garten oder auf dem Gelände von Unternehmen oder auf städtischen Flächen umzusetzen. Im Projekt entstehen dazu vier Insekten-Schaugärten, die eine Vorbildfunktion für potenzielle Flächenaufwertungen übernehmen sollen. Darüber hinaus haben bereits vier Kooperationspartner zugesagt, insgesamt vier Flächen zur Verfügung zu stellen, die im Projekt insektenfreundlich gestaltet werden sollen.

 

Während der Projektlaufzeit sollen noch mehr Interessierte dafür gewonnen werden, mindestens 20 weitere Flächen für die insektenfördernde Umgestaltung bereitzustellen.

 

Impressionen

Eine Dänische Eintagsfliege wohnte passend zum Projekt der Übergabe des Förderbescheides bei